Protokoll

 

Klausurtagung am 22. Juli 2011 in D-88099 Neukirch, Josef-Zacher-Saal,  Wangener Strasse 11

 

Beginn: 10:00 Uhr         Ende: 16:30 Uhr

 

Teilnehmer/Innen: siehe Anwesenheitsliste

 

Tagesordnung:

 

1) Begrüßung

2) Vortrag:  Referent  Herr Hausmann  Kreuzbund Tettnang: „Sucht im Alter“

    Erarbeitung eines Infoblattes

3)  Vortrag:    Referent Herr Belz: „T-City“   Ergebnisse

4)  Gedanken zur Gründung von neuen Seniorenräten

5)  Besuch des Seniorenbeirates der Stadt Feldkirch

6)   Kurzseminar mit Herrn Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger

      „Opferschutz und Zivilcourage“

 

zu 1)   Begrüßung von Herrn  Leber und Herrn Bürgermeister  Schnell

 

Herr Leber begrüßte die Anwesenden und dankte für ihr Kommen. Er

dankte Herrn Bürgermeister Schnell dafür, dass wir in Neukirch Gast sein dürfen.

 

Herr Bürgermeister Schnell  begrüßte ebenfalls die Anwesenden und stellte per Power Point seine Gemeinde vor. Sie ist die östlichste Gemeinde des Boden-seekreises wurde geschichtlich schon 886 erwähnt.

 

zu 2)  Sucht im Alter

Dieses Thema wurde schon vor drei Jahren angesprochen. Es ist ein großes, weitverbreitetes Problem (Alkohol, Medikamente, Spielsucht) und hängt oft vom Alter ab. Ältere trinken meistens nicht in der Öffentlichkeit, deshalb fällt die Sucht kaum auf.

Beim Kreissenioenrat fanden mehrere Vorträge statt. Es soll auch ein Merkblatt erarbeitet werden. Damit wird das Thema vorläufig abgeschlossen werden.

Herr Hausmann stellte uns seinen Werdegang vor. Jetzt hilft er Betroffenen, von der Abhängigkeit loszukommen.

Fragen: Wer ist gefährdet? Was kann man tun?  An wen kann ich mich wenden?

Ein Tabuthema ist „Sucht im Alter“ heute noch. Die Alkoholtoleranz hängt von verschieden Faktoren ab, z.B. Alter, Geschlecht. Männer vertragen mehr Alkohol als Frauen.

Beispiel: Männer  ½ l Bier,  ¼ l  Wein          Frauen 1 kl. Bier, 1/8 l Wein

2-3% der Männer und 1% der Frauen über 60 Jahre sind alkoholabhängig.

Tablettensucht: z.B. Psychopharmaka, Schlaftabletten. Man spricht davon, dass 2/3 der Frauen abhängig sind.

Problematisch ist der Missbrauch von Tabletten in Heimen, ca. 8-13 %. Dabei spielt die körperliche und auch die seelische Verfassung eine große Rolle. Patienten mit Persönlichkeitsstörungen sind oft mehrfach abhängig.

Die Folgen einer Abhängigkeit sind groß. Die körperlichen und seelischen Folgen kann man zwar nicht heilen, aber weitgehend „stoppen“ wie bei Diabetes.

Woran merkt man, dass man abhängig ist? Wenn z.B. wird Alkohol an den unmöglichsten Stellen versteckt wird.

Auslöser können sein: Druck in der Familie, vom Arbeitgeber u.a.

Viele werden mit dem Ende des Arbeitsprozesses nicht fertig. Sie bereiten sich nicht vor und fallen deshalb oft in ein „tiefes Loch“. Männer brechen oft die sozialen Beziehungen ab. Für sie ist der Gedanke besonders schlimm, „nicht mehr gebraucht“ zu werden. Die Altersbeschwerden nehmen zu.

Seit 1968 ist Alkoholsucht als Krankheit anerkannt. Es gibt eine Suchtfibel.

Symptome: Süchtige stürzen schneller. Konzentration und Interesse lassen  oft nach, evtl. treten Durchfälle und Schwindel auf, evtl Zittern. Hinweise auf die Sucht sind: gerötete Augen, rotes aufgedunsenes Gesicht.

Frage: Ist es sinnvoll, auf volle Abstinenz hinzuarbeiten?

Vornahme: Man will die Lebensqualität verbessern, z.B. Trinkpausen verlängern.

AK Suchthilfe im Landkreis Bodensee, die in  vier Regionen aufgeteilt ist: Tettnang und Hinterland, Friedrichshafen, Meersburg und Uhldingen, Salem und Mimmenhausen. Pro Selbsthilfegruppe gibt es einen Ansprechpartner. Die Vernetzung untereinander wird angeregt.

Wer Hilfe oder Rat sucht, wende sich an einen Ansprechpartner (Broschüre Selbsthilfegruppen/Faltblatt).

Unterstützung gibt es auch von der psychosozialen Beratungsstelle in FN und sozialen Organisationen, die mit Älteren zu tun haben.  Grundvoraussetzung: Der Betroffene muss einwilligen. Man muss den Älteren Perspektiven aufzeigen, d.h. man muss es selbst herausfinden oder in einem Gespräch klären.

In einer kleinen Gruppe wird mit Herrn Hausmann ein Infoblatt erarbeitet werden:

Herr Vogt, Frau Krauthause, Frau Mendler.  Anschließender  Vorschlag: Evtl. im Flyer des Landratsamts ein Beiblatt legen.

 

zu 3  T-City

Herr Harald Belz (T-City-Botschafter) stellte T-City vor. Vor vier Jahren stellte die Telekom beim Start 80 Mill. € bereit. Mittlerweile gibt es 40 unterschiedliche Projekte, die die Lebensqualität der Bürger und der Wirtschaft verbessern  wollen.

Für Senioren: Es gab eine Sprechstunde (Computer, Handy) im Seniorentreff „Haus Sonnenuhr“, die leider seit  Dezember 2010 nicht mehr stattfindet.

SIT-FN e.V. wurde gegründet. Hier wird Senioren der Umgang mit den modernen Medien in Kursen gezeigt und erklärt. Für Senioren finden Kurse für: Handy, PC, Internet von der VHS statt.

 In Österreich (Firma Emporia) wurden Handy‘s entwickelt, die Senioren, auch im Anfangsstadium einer Demenz nutzen können, um einen Notruf abzusetzen.

2008 gab es noch kein ausgesprochenes Seniorenhandy. Diese Firma entwickelte auch ein Gehörlosentelefon (Bildtelefon mit Gebärdensprache).  

Interview mit Herrn Lobeck von  der Uni Bonn

Einmal im Jahr besucht und befragt Herr Lobeck von der Uni Bonn den Stadtseniorenrat, wie dieser die modernen Medien nutzt, und welche Erfahrungen er damit gemacht hat.

Wie kommt T-City bei den Firmen an? Allen war T-City bekannt. 51% gehen davon aus, dass eine schnellere Internet-Verbindung gut ist. Den kleineren Unternehmen hilft das am besten, da man durch die schnellere Verbindung positiver gestimmt ist.

In der Einschätzung der Uni Bonn ist die Zusammenarbeit zwischen Bonn und FN unterschiedlich groß. Es hat ein Jahr gebraucht, bis man sich „zusammen gerauft“ hat.

Neues Projekt: „Selbstbestimmtes Leben“. Es ist in der Versuchsphase. Ergebnisse werden rechtzeitig mitgeteilt.

 

zu 4)    Gedanken zur Gründung von neuen Seniorenräten

 

Im Frühjahr 2011  trafen sich die Außenvertreter. Nur etwa 10% der Kommunen haben einen OSR oder SSR. Der Kreisseniorenrat hat sich für 2011/2012 die Gründung neuer OSR / SSR als vordringliche Aufgabe gestellt.

Alle Bürgermeister wurden angeschrieben wegen der Problematik des demographischen Wandels. Drei Gemeinden antworteten 

1)    Meckenbeuren: (bereits 2 Treffen mit Gemeinde und Interessierten)

2)    Uhldingen/Mühlhofen (Termin bereits festgemacht)

3)    Owingen  (Im Moment noch keine Umsetzung, ist aber interessiert)

Eine Arbeitsgruppe hat "Gedanken zur Gründung von OSR/SSR" gesammelt und zusammengestellt - siehe vorliegende Arbeitsblätter. Bei evtl. Debatten zum Thema soll das Papier zur Gedankenanregung verwendet werden.

H. Leber befürchtet, dass die Zahl der bürgerschaftlich Engagierten sinkt, wenn das Rentenalter auf 67 bzw. sogar auf 69 Jahre angehoben wird. Gleiche Auswirkungen könnte es haben, wenn Frauen wegen des absehbaren Arbeitskräftemangels vermehrt in die Arbeitswelt eingebunden werden. 

 

zu 5)     Besuch des Seniorenbeirates der Stadt Feldkirch

 Der Seniorenberat der Stadt Feldkirch/Vorarlberg möchte am 08. Oktober 2011 mit ca. 25 Mitgliedern uns Stadträten den Kreisseniorenrat Bodensee besuchen. Diskutiert werden soll u.a. über die Vorsorgemappe und Arbeitsweise des Kreisseniorenrates..

 

 Ausstellung „Senioren-Kreativ“

 

Es fanden schon zwei vorbereitende Sitzungen statt. Inzwischen liegen über 40 Anmeldungfen vor - Neue Aussteller sollen noch gewonnen werden (Aufgabe für alle Kreisseniorenrta-Mitglieder)

 Wichtig: Neue Leute animieren, mit zu machen. Anmeldeschluss beachten.

Anfrage einer Dame, die viel reist und zwei Bücher über ihre Reisen geschrieben hat, ob sie die Bücher  vorstellen kann. (Zusage)

Da "Senioren kreativ"  keine Verkaufsausstellung ist, müssen die Ausstellungs-Gegenstände bis zum Ausstellungsende bleiben.

 Frau Bauer kümmert sich um die Stellwände des Bauhofs Überlingen. Herr Schütz hat Kontakt mit dem Bauhof. Er wird versuchen, dass alles kostenlos transportiert werden kann.

Nächste Zusammenkunft des AK  Ausstellung ist am  30. August 2011

 

zu 6)  Kurzseminar  „Opferschutz und Zivilcourage"

Herr Köstlinger, Kriminalkommissar und Verhaltenspräventations-Beamter, stellte sich vor. Er arbeitet bei der Polizeidirektion FN in der Ehlerstrasse 15. Er gibt Präventionsunterricht an allen Schulen im Bodenseekreis.

Prävention mit Rollenspiel: Ich mache etwas, bevor etwas passiert.

Film: Betrunkene kommen in die U-Bahn, wie verhalte ich mich?

Die Vorstellung des Themas war sehr eindrucksvoll und hilfreich und kann allen Seniorengruppen empfohlen werden.

Sprechstunde  Di und Do nachmittags in der Karlspassage 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Da gibt es die Möglichkeit, Bürger zu beraten. Auf Anfrage kommt er auch zu Organisationen, die sich für Prävention interessieren.

 

Herr Leber bedankte sich

- bei allen Referenten für ihre Mitwirkung

- bei der Gemeinde Neukirch für ihre Gastfreundschaft

- bei Herrn Huber für die hervorragende Organisation

- bei den Vorstandsmitgliedern für ihre Teilnahme

 

und beendete  um 16:30 Uhr die Klausurtagung und wünschte allen einen guten Heimweg.

gez. Harald Leber   (Vorsitzender des KSR)                      

gez. Karin Sobiech-Wischnowski     (Protokollführerin)                                       

 

Die Einladung und das Programm für die Klausurtagung finden Sie Hyperlinkhier...

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Seite 5 finden Sie nochmals Hyperlinkhier ...

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